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Am 30.10.2025 drehte sich bei GO-Bio initial alles um den optimalen Start von Gründungsvorhaben, insbesondere um den Erfolgsfaktor „Team“ und „das Netzwerk als Turbo“. Zusammen mit den beiden Referierenden motivierte das TransMIT Team in der online Veranstaltung die Teilnehmenden, ihr Gründungsvorhaben professionell aufzustellen und weiterzuführen und stellte diesmal den menschlichen Aspekt in den Vordergrund.

Den ersten Vortrag übernahm Frau Juliane Kummer vom RKW Kompetenzzentrum in Eschborn und referierte als Expertin mit langjähriger Erfahrung in der Begleitung von Gründungen zum Thema „Team“. Sie ging dabei auf die Vorteile eines möglichst vielseitigen Gründerteams ein, das die zahlreichen verschiedenen Aufgaben auf mehrere Schultern verteilen kann und dadurch resilienter ist. Ihr war eine sorgfältige Rollenklärung der Teammitglieder sehr wichtig und sie betonte, dass auch unangenehme oder lästige Aspekte frühzeitig und abschließend geklärt werden sollten, um später im Geschehen Unstimmigkeiten zu vermeiden.  Frau Kummer ließ die Teilnehmenden an ihrem reichhaltigen Erfahrungsschatz teilhaben, beantwortete alle Fragen und vermied es auch nicht, auf mögliche Herausforderungen und Probleme einzugehen, die sie selber erlebt oder erfahren hat. So bedarf es besonderer Aufmerksamkeit, die Verantwortungen und Anteile zu vergeben, die jeweiligen Teilziele festzulegen, die Kompetenzlücken im Gründerteam zu schließen und ein belastbares Netzwerk aufzubauen.

Mit dem Stichwort „Netzwerk“ übergab Frau Kummer anschließend das Wort an Herrn Dr. Titus Kaletta, der als erfahrener Unternehmensberater und Gutachter beim Science4life-Wettbewerb dann zum Thema „das Netzwerk als Turbo“ überging. Er schilderte sehr anschaulich, dass die Funktionen des Gründernetzwerkes neben der allgemeinen Unterstützung auch die Ressourcenbeschaffung, den Wissenstransfer und die Reputation umfassen. Es sei wichtig, dass das Netzwerk aus stabilen, vertrauensvollen Kontakten besteht, auch weiterhin regelmäßig gepflegt wird und generell das Geben und Nehmen in einer ausgewogenen Balance liegt. Damit ein Netzwerk auch eine Multiplikatorenfunktion erfüllen kann, sollte man erreichte Entwicklungsschritte, Probleme und auch ansonsten wichtige Informationen teilen und das Storytelling berücksichtigen. An die Teilnehmenden gerichtet,  riet Dr. Kaletta die unterschiedlichen Rollen im Netzwerk zuzuordnen und zu benennen. Dabei sei es relevant Quantität und Qualität im Blick zu haben sowie unterschiedlich auf intro- und extrovertierte Menschen einzugehen. Ein gutes Netzwerk umfassend „echte“ Netzwerker, Macher und Wissensträger wirkt wie ein Turbo. Der sehr interessante Vortrag von Dr. Kaletta endete mit einer lebhaften Diskussion.